Nach dem Dauerregen der vergangenen Wochen, herrschte in den Tagen vor dem Rennen perfektes “Kraichgau-Wetter” und wärmte den Hardtsee gut durch, so dass das Schwimmen auf jeden Fall stattfinden würde, so dachte ich… Am Wettkampfmorgen jedoch begann es ca. 1,5 h vor dem Start wie aus Eimern zu schütten und zu gewittern. Nach dem ich in der Nacht bereits geträumt hatte, dass das Rennen wegen Unwetters abgesagt werden musste, schien sich dies doch tatsächlich zu bewahrheiten. Der Wettergott ist in diesem Jahr wahrlich kein Triathlonfreund… Mit einer Stunde Verspätung konnten wir dann aber doch starten und das Wetter sollte sich bis ins Ziel stetig verbessern.
Nach gutem Schwimmen erreichte ich als 2. Profifrau die erste Wechselzone und wechselte zügig aufs Rad. Nach wenigen Kilometern dann allerdings der Schock: meine Teamkollegin Daniela Sämmler war auf der nassen Straße gestürzt und saß am Straßenrand. Von da an fuhr ich im Schritttempo um die Kurven. Schon im Anstieg zum Schindelberg überholte mich Yvonne van Vlerken und auch meine zweite Teamkollegin Laura Philipp schloss auf. Während Yvonne sofort weg fuhr, konnten Laura und ich die nächsten Kilometer gemeinsam absolvieren. Je länger das Radfahren dauerte, desto besser waren meine Beine. Als ich nach 60 km dann erfuhr, dass mein Rückstand nur 1:50 min betrug, motivierte mich das natürlich weiter. Durch meine gute Streckenkenntnis konnte ich mir meine Kräfte sehr gut einteilen und das erste Mal in dieser Saison lief es richtig rund auf dem Rad. 
Mit 2:15 min Rückstand erreichte ich die 2. Wechselzone als 2. Frau. Von Anfang an versuchte ich beim Laufen Tempo zu machen. Die Stimmung an der Strecke war wieder einzigartig, das spornte mich zusätzlich an. Leider erwischte ich beim Laufen nicht den besten Tag und konnte nicht ganz meine Leistung vom Ironman 70.3 St. Pölten abrufen. Trotzdem wurde es hintenheraus nochmal richtig eng. Ich probierte alles, die Zuschauer trieben mich nach vorne, aber in diesem Jahr fehlte am Ende das nötige Quentchen Glück, dass ich im letzten Jahr gehabt hatte. So freute ich mich im Ziel über Platz 2 und den DM-Titel auf der Mitteldistanz. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen im Kraichgau, es war das beste bisher in diesem Jahr. Die Formkurve geht also rechtzeitig zum ersten großen Saisonhighlight der Challenge Roth weiterhin steil nach oben.
Glückwunsch an meine Teamkollegin Laura Philipp zu einem starkem 5. Platz bei ihrer Mitteldistanzpremiere.
Ein ganz großes Dankeschön an das gesamte Challenge Kraichgau Team für die perfekte Organisation der wohl schönsten Mitteldistanz und das hervorragende “Krisenmanagement” sowie an alle Helfer und Zuschauern, ihr habt das Rennen zu einem großen Triathlonfest gemacht. Es war sehr schön wieder dabei zu sein.
Schon in den Tagen vor dem Rennen war klar, dass die Temperaturen am Renntag nicht gerade im angenehmen Bereich liegen würden, dass es aber so kalt würde, hätte ich im vorhinein nicht gedacht. Am Tag vor dem Rennen wurde das Schwimmen abgesagt, ein bei diesen Bedingungen in jedem Fall vernünftige Entscheidung. Leider nicht gerade zu meinem Vorteil.
Zu zehnt wurden wir Profifrauen auf die Radstrecke gelassen, wo von Beginn an ein hohes Tempo angeschlagen wurde. Wie in Utah auch, versuchte ich mein eigenes Tempo zu fahren. Die Bedingungen waren sehr hart: zwar schien die Sonne und es war trocken, doch der starke Wind machte das Radfahren nicht gerade angenehm. Dennoch kam ich gefühlsmäßig besser damit zurecht als noch im letzten Jahr bei der Challenge Roth. Das lange Trainingslager auf Fuertventura hat sich ausgezahlt. Beim Laufen konnte ich sofort ein hohes Tempo anschlagen und dieses auch über die gesamte Distanz ziemlich konstant durchlaufen. Mit der schnellsten Laufzeit aller Athletinnen (1:19,31) konnte ich noch bis auf Platz 5 nach vorne laufen und bin mit dem Ergebnis unter diesen Bedingungen durchaus zufrieden. Mehr war ohne den Schwimmpart für mich nicht möglich.
Zum Ende meines insgesamt 6-wöchigen USA Aufenthalts startete ich beim Ironman 70.3 St. George. Da bei diesem Wettkampf zugleich die US Pro Championships ausgetragen wurden, war das Starterfeld mehr als hochkarätig. In den vergangenen Wochen konnte ich in San Diego bei perfekten äußeren Bedingungen weiter an meiner Form feilen und fühlte mich daher gut vorbereitet auf dieses Rennen.
Für das erstmals stattfindene Halbdistanzrennen hatte das Organisationsteam wunderschöne, aber auch sehr anspruchsvolle Strecken ausgewählt. Vor allem die Laufstrecke, bei der es direkt aus der Wechselzone zunächst ca. 8 km mehr oder weniger steil bergauf ging, hatte es in sich. Es versprach also ein spannendes Rennen zu werden.

Morgens um 7 Uhr fiel der Startschuss. Der See war glassklar, aber leider auch ziemlich kalt (ca. 15°C). Trotzdem lief das Schwimmen erneut gut und ich konnte mit der ersten großen Gruppe das Wasser verlassen. Anders als in Oceanside lief das Radfahren deutlich besser: ich fand von Beginn an mein Tempo und konnte vor allem an den Anstiegen Boden gut machen. Als es bei ca. Meile 40 in den Snow Canyon State Park, dem längsten und steilsten Anstieg ging, hatte ich noch genügend Kräfte gespart um den härtesten Part der Radstrecke zu bewältigen. Nach dem Wechsel in die Laufschuhe brauchte ich zunächst einige Kilometer um meinen Rhythmus zu finden, nach und nach lief es aber immer besser. Vor allem auf der zweiten Hälfte des Halbmarathons konnte ich noch einmal richtig Tempo machen und am letzten Anstieg noch 3 Athletinnen überholen. Als gute 7. erreichte ich das Ziel in Downtown St. George.

Das 2. Rennen der Saison 2013 liegt nun hinter mir und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Formkurve steigt rechtzeitig zu den großen europäischen Rennen, so darf es weiter gehen!
Während ich im letzten Jahr mit dem Sieg beim Ironman 70.3 St. Pölten einen Traumeinstand in die Saison hatte, lief es in diesem Jahr weniger rund. Platz 14 in einem sehr hochkarätigen Feld, da hatte ich mir doch etwas mehr erhofft, zumal meine Vorbereitung sehr gut verlaufen war und ich gesund durch den Winter gekommen bin. Aber am Renntag, erwischte ich zum ersten Mal in einem Wettkampf einen Tag bei dem einfach gar nichts zusammen lief.
Das Schwimmen lief noch richtig rund, die zusätzlichen Einheiten in den Wintermonaten haben sich bezahlt gemacht, mit der großen Spitzengruppe konnte ich aus dem Wasser steigen. Ich wollte nun einfach nur mit der Gruppe auf dem Rad mitfahren und dann sehen was passiert. Doch von der ersten Pedalumdrehung fehlte der richtige Druck. Ich verlor schnell die Gruppe und wurden von weiteren Athletinnen überholt. Nach knapp der Hälfte war ich dann ganz allein unterwegs. Nachdem ich in der 2. Wechselzone die Abstände nach vorne sah, gab ich das Rennen vom Kopf her auf und lief so vor mich hin das Rennen zu ende. Es gelang mir leider nicht wie sonst mich zu einer Aufholjagd zu motivieren, worüber ich mich im Nachhinein sehr geärgert habe. Zumindest ein Topten-Platzierung wäre, denke ich, in jeden Fall möglich gewesen. Eine Erklärung dafür warum es nicht rund lief habe ich nicht so richtig. Vielleicht lag es zum Teil an den winterlichen Temperaturen in Deutschland, die mich zwangen die letzten Vorbereitungseinheiten auf dem Rad auf der Rolle zu absolvieren, vielleicht bin ich auf zu knapp vor dem Rennen in die USA gereist und war noch nicht vollstänidg akklimatisiert, ich weiß es nicht. Ich denke, solche Tage gibt es (leider) einfach.
Nun heißt es erstmal abhaken und nach vorne schauen. Für weitere 4 Wochen bleibe ich in San Diego und werde mich bei besten trainingstechnischen und klimatischen Bedingungen auf die weiteren Rennen der Saison vorbereiten, bevor es dann zum Ironman 70.3 St. George, den US Pro Championships geht. Dort werde ich ganz sicher einen besseren Tag erwischen.
Seit einer Woche bin ich zurück aus meinem 5-wöchigen Trainingslager auf Fuerteventura. Die Vorbereitung auf die Saison verliefen dort sehr gut und ich bin sehr glücklich, dass ich die Möglichkeit hatte, so lange auf der Insel zu bleiben. Die Wetterbedingungen in Deutschland waren ja nicht sehr trainingsfreundlich.
Zwar bietet Fuerteventura nicht viel Abwechslung, aber dafür sich die Trainingsbedingungen für alle drei Disziplinen nahezu perfekt und man kann sich voll auf das Training konzentrieren. Zu dem zieht es sehr viele Triathleten im Winter auf diese Insel, so dass sich fast immer einen Trainingspartner findet.

Nun gehts mit großen Schritten Richtung Saisonstart. Bereits in knapp zwei Wochen fliege ich nach San Diego und werde dann am 30.03. beim Ironman 70.3 in Oceanside mein erstes Rennen absolvieren. Danach werde ich dann bis Ende April in der Nähe von San Diego bleiben und dann am 04.05. bei den US Pro Championships beim Ironman 70.3 St. George in Utah starten. Ich bin sehr gespannt auf meinen Trainingsaufenthalt und die Wettkämpfe in den USA.
Schon einen guten Monat ist das neue Jahr alt und die Saison rückt mit großen Schritten näher.
Seit bereits 1,5 Wochen bin ich der Kälte und Nässe in Deutschland entflohen und hier in der Wärme auf Fuerteventura im Trainingslager. Die Bedingungen sind perfekt und bisher läuft das Training bestens. Momentan radle, schwimme und laufe ich hier mit Daniela Sämmler, am kommenden Samstag werden wir dann von den restlichen Teamkollegen des Team ERDINGER Alkoholfrei Verstärkung bekommen. Ich freue mich schon jetzt auf ein tolles Teamtrainingslager.

Am vergangenen Wochenende wurde ich von den Lesern der NWZ und der Geislinger Zeitung zur Sportlerin des Jahres 2012 gewählt. Leider konnte ich in diesem Jahr nicht persönlich beim Ball des Sports dabei sein. Ein herzliches Dankeschön an alle Leser für die Stimmen, ich freue mich sehr über die Auszeichnung.

Ich wünsche allen ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2013!
Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit ab dem kommenden Jahr.
Mit diesen hervorragenden Schuhen werde ich hoffentlich in der 3. Disziplin noch ein bißchen schneller werden;-)

Gut erholt und hoch motiviert bin ich in die Vorbereitung auf die Saison 2013 gestartet. In allen drei Disziplinen habe ich wieder gut ins Training gefunden und bin mit viel Freude dabei.

Ein besonderes “Motivations-Häppchen” war mein Hawaii-Aufenthalt während der Saisonpause. Während den 10 Tagen in Kona konnte ich alle Wettkampfstrecken ausgiebig besichtigen und testen und natürlich auch das Rennen live verfolgen. Es war eine sehr tolle Erfahrung hautnah beim Wettkampfgeschehen dabei zu sein anstatt zu Hause vor dem Livestream zu sitzen. 

Die Ironman 70.3 WM in Henderson vor den Toren Las Vegas sollte mein letzter Saisonhöhepunkt für 2012 werden. Da es mein erster Start bei einer WM und zugleich mein erstes Rennen in den USA war, wollte ich für mich ein sehr gutes Rennen machen und vor allem sehr viele Erfahrungen sammeln. Dies ist mir rundherum geglückt! (weiterlesen…)