14.05.2016 Ironman North American Champion & Kona Ticket

Nach dem ich die letzten Wochen bei sehr kaltem Wetter meinen letzten großen Trainingsblock absolviert hatte und selbst beim Ironman 70.3 Pays d’Aix Kälte und Sturm herrschte, reiste ich mit großer Vorfreude auf ein Rennen bei heißen Temperaturen und Sonne zu den Ironman North American Championchips am 14.05 in Texas. Ich sollte nicht enttäuscht werden;-)

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Dieses Mal war ich bei einer Homestay-Familie in The Woodlands untergebracht. Familie Wolfe tat alles dafür, dass wir uns wohl fühlten und uns bestmöglich für das Rennen ausruhen konnten. Für zusätzliche Motivation sorgten zahlreiche selbstgebastelte Schilder sowie Kreide-Malereien entlang der kompletten Rad- und Laufstrecke, die Vater Steve, in der Nacht vor dem Rennen anbrachte!
Vielen Dank an die Wolfe-Family, die mich in ihrem Haus wie zu Hause fühlen ließen!

Der Rennmorgen startete sehr entspannt, da wir nur einen knappen Kilometer vom Start entfernt wohnten. Mit den WK-Rädern rollten wir zur T1 und trafen die letzten Vorbereitungen.

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Um 06:30 Uhr fiel der Startschuss für die Profifrauen. Leider zeriss das Feld vorne beim Schwimmen ziemlich und es bildete sich keine Gruppe. Hierbei verlor ich etwas den Überblick und kam mit einer soliden Schwimmleistung auf Platz 7 aus dem Wasser. Auf dem Rad fand ich trotz der vielen Kurven sofort einen guten Rhythmus und konnte mich Stück für Stück nach vorne arbeiten. Auch die zwischenzeitlich 12 min Rückstand auf die Spitze konnten mich nicht verunsichern. Aufgrund der Hochrechnungen von Thorsten Radde und der Kontrolle durch mein Team hatten wir einen Plan, wie das Rennen ausgehen könnte. Und das zahlte sich am Ende auch aus. Je länger der Radpart dauerte, desto mehr konnte ich den Rückstand verkleinern und erreichte die T2 auf Platz 2 (nur) noch 6 min hinter Platz 1.

Kontrolliert ging ich den Marathon an und war überrascht wie schnell ich weiter aufholen konnte. Bereits nach 5 Meilen konnte ich die Führung übernehmen und mein Vorsprung wuchs immer weiter. Von hinten lauerten allerdings noch schnelle Läuferinnen.

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Konzentriert absolvierte ich Kilometer für Kilometer und versuchte mich gut zu verpflegen und zu kühlen.
Basierend auf den Prognosen von Thorsten sowie der Beobachtung der aktuellen Laufzeiten von Jodie, Lisa und Kelly durch mein Team, konnte ich den Laufpart gut beherrschen und dosieren. Da es zwischenzeitlich sehr heiß und zudem windstill geworden war, wurde der Rest des Marathons dann aber doch noch zu einem harten Stück Arbeit. Obwohl ich mich sehr auf ein Hitzerennen gefreut hatte, war es mir doch etwas zu warm. Doch ich konnte meine Führung behaupten und das Rennen gewinnen.

Der Sieg bedeutete zugleich auch die direkte Qualifikation für die WM auf Hawaii, da alle Gewinner der Continental Championships in Port Elisabeth, Texas, Florianopolis, Cairns und Frankfurt einen automatischen Slot für Kona erhalten.

An dieser Stelle noch ein herzlichen Dank an FinisherPix für die Bereitstellung der Rennbilder in diesem Beitrag und in meiner Galerie.

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Auch wenn Triathlon ein Individualsport ist und ich diejenige bin, die auf der Strecke unterwegs ist, wäre diese Leistung ohne die hervorragende Unterstützung meines ganzen Teams (Familie, Trainer, Sponsoren und alle weiteren Helfer und Unterstützer) nicht möglich gewesen.
Herzlichen Dank, ich bin stolz ein so tolles Team um mich zu haben!

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