08.07.2012 Challenge Roth 2012 – Ein Jahr danach…

Rückblickend ist es schon sehr krass was sich in meinem Leben zwischen der Challenge Roth 2011 und 2012 getan hat. Davon habe ich nicht gewagt zu träumen. 2011 als Rookie auf Anhieb 2. in einer Zeit unter 9 Stunden. Entprechend hoch lag die Messlatte in diesem Jahr, die ich selbst mit meinem traumhaften Saisonstart im Vorfeld noch weiter angehoben hatte. Dass das Rennen ungleich schwerer werden würde, war von vorne herein klar, aber ich war bereit, mich dieser Herausforderung zu stellen und ich kann sagen: ich habe sie gemeistert! Platz 3 in diesem Jahr, wieder in einer Zeit unter 9 Stunden – das kann sich sehen lassen.
Ich bin absolut zufrieden und kein bisschen enttäuscht, wie manche vielleicht meinen könnten. Ich habe an diesem Tag alles gegeben, was möglich war, ich habe sie kennen gelernt die körperlichen und mentalen Tiefpunkte, die man wohl in fast jedem Rennen hat, aber ich habe mich durch gekämpft und viel gelernt. Das bringt mich für die nächsten Rennen enorm viel weiter. Gratulation an dieser Stelle an Rachel, du warst eine Klasse für dich und hast das Rennen mehr als verdient gewonnen. Glückwunsch auch an Sonja, ein ganz starkes Rennen, Hawaii kann kommen!

Jetzt aber zum Rennverlauf:

In diesem Jahr war ich auf das Gewühle am Schwimmstart besser vorbereitet und konnte mich sehr schnell frei schwimmen. Ich fühlte mich sehr gut und schwamm die ganze Strecke gleichmäßig in meinem Rhythmus. Da ich im Vorfeld über meine Schwimmform etwas verunsichert war, freute ich mich sehr, dass es so gut lief und stieg voll motiviert auf mein Rad. Ich fand auch hier gut in mein Rennen und war zunächst in einer größeren Gruppe unterwegs. Bereits in der ersten Runde war auf dem Weg nach Greding der Wind deutlich zu spüren, was für die 2. Runde nichts Gutes zu verheißen ließ. Obwohl ich in der Ebene das Tempo in der Gruppe sehr angenehm fand, verlor ich diese in der Serpentinen-Abfahrt hinter Greding. Ich versuchte noch alles um wieder heran zu fahren, gab aber irgendwann auf, weil ich nicht überziehen wollte. Trotzdem haderte ich mit dem Verlust. Erst die einmalige Stimmung am Solarer Berg gab mir einen neuen Motivationsschub. Leider nahm der Wind in der 2. Runde weiter zu und ich fand auch keine Gruppe mit der ich hätte mitfahren können, so dass das Radfahren ziemlich einsam wurde. Gefühlt hatte die Radstrecke in Roth in diesem Jahr deutlich mehr Hügel, zumindest wenn man die mentalen Täler hinzurechnet, durch die ich mich durchzubeißen hatte, aber es gelang! Als 4. Frau mit einer Minute Rückstand auf Platz 3. erreichte ich schließlich die 2. Wechselzone und war froh vom Rad abzusteigen. Beim Marathon dauerte es etwas bis ich mein Tempo gefunden hatte, aber von Kilometer zu Kilometer ging es besser und auf dem Rückweg vom 1. Wendepunkt konnte ich bereits das Begleitfahrrad der 3. Läuferin sehen. Kurz nach der Halbmarathonmarke lag ich auf Platz 3 und das Rennen war ja noch lange nicht zu Ende. Ich lief weiter mein Tempo und fühlte mich, nach einem kleinen Energieloch bei km 28, das ich mit ungefähr 2 Litern Cola stopfte, wieder richtig gut, so dass die eigentlich schwierigsten Rennkilometer sehr gut liefen. Allerdings konnte ich die Abstände nach vorne nicht mehr verkürzen. Da mein 3. Platz auf den letzten 3 Kilometern durch die Rother Innenstadt aber relativ sicher war, konnte ich die einzigartige Stimmung an der Strecke noch einmal richtig genießen und (relativ) entspannt ins Ziel laufen. Eine verdiente Belohnung nach einem harten Arbeitstag.

 

Herzlichen Glückwunsch an meine Teamkolleginnen und –kollegen Wenke Kujala, Mike Aigroz und Lothar Leder zu ihren tollen Rennen.

 

Ein großes Dankeschön geht an meine Supportcrew am Streckenrand, die perfekt organisiert war und mir die beste Unterstützung gab, die ich mir hätte wünschen können sowie an den besten homestay der Welt. Ich habe mich sehr wohlgefühlt.

 

Weiterhin möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Sponsoren für die treue und gute Zusammenarbeit bedanken und hoffe, dass wir auch in Zukunft noch viele tolle gemeinsame Rennen erleben können.

 

Last but not least gilt mein Dank dem ganzen Orgateam der Challenge Roth sowie allen Helfern – es war wieder einzigartig bei euch. Ihr seid einfach die Besten!

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